Amaretto-Muffins mit Marzipan und Amarenakirschen

Amaretoomuffin mit Amarenakirsche

Amaretto ist ein geiles Zeug, ich bin schon lull und lall.“ Das war 1982. Gesungen von Spliff*. Amaretto gehörte in jener Zeit einfach dazu. Jeder Discounter hatte Mandellikör im Sortiment. In manchen Cafés gab es heiße Milch mit Amaretto. Das schmeckte wie flüssiges Marzipan. Und ich mixte meinen Gummibärchenflip mit Sahne, Pisang Ambon und, natürlich Amaretto.

Die Jahre zogen ins Land. Der Amaretto machte dem Rotwein Platz und geriet in Vergessenheit. Doch vor ein paar Monaten hatte ich einen Jieper auf diesen zuckersüßen Likör. Im Bioladen habe ich gar nicht erst danach Ausschau gehalten. Wenn schon unvernünftig, dann aber richtig!

Wo bekomme ich nur Amaretto her?

Ziemlich erstaunt stellt ich fest, dass der nächstgelegenen Discounter keinen Amaretto im Regal stehen hatte. So lange ich danach auch suchte, ich fand ihn nicht. Und das lag nicht an meiner Brille.

Im übernächsten Geschäft wurde ich dann endlich fündig. Selig trug ich meine Flasche Mandellikör nach Hause. Und wirklich, er schmeckte noch genau wie in meiner Erinnerung: nach Mandeln und entsetzlich süß. Zwei Gläser habe ich davon getrunken und dann reichte es mir auch schon. Was also mit einer noch fast vollen Flasche tun?

Cupcake-Muffins in einer schwarzen Backform

Kuchen geht ja immer

In meiner Kreativ-Bäckerei ging es zu der Zeit nur noch um Muffins. Deshalb war das Grund genug, Muffins mit Amaretto zu backen. Und damit begann eine Reihe von Experimenten, für die ich eine weitere Flasche Likör brauchte. Gelohnt hat sich dieser Aufwand allemal.

Signore e Signori, hiermit präsentiere ich mein

Rezept für Amaretto-Muffins

ergibt 8 Stück ø 5 cm

Zutaten für den Teig

  • 80 g Dinkelmehl
  • 40 g Xylit oder Zucker*
  • 80 g Butter
  • 60 g Mandeln
  • 80 ml Amaretto
  • 20 g Marzipan-Rohmasse
  • 1 Ei
  • 1 TL Backpulver
  • evtl. Milch oder Wasser

*) Zucker hat eine größere Süßkraft als Xylit. Deshalb empfehle ich nur 35 g Zucker zu nehmen.

Zubereitung

Zubereitungszeit: 10 Minuten
Backzeit: 15 – 20 Minuten

  1. Marzipan in acht gleiche Teile schneiden.
  2. Butter und Zucker schaumig schlagen.
  3. Ei dazugeben und verrühren.
  4. Mehl, Mandeln, Backpulver, Amaretto zu der Butter-Zucker-Ei-Masse geben und schnell zu einem Teig verarbeiten. Ist der Teig nicht geschmeidig genug, etwas Wasser oder Milch dazugeben.
  5. In jedes Muffinförmchen 2 EL Teig füllen und ein Stück Marzipan darauf legen.
  6. In den vorgeheizten Backofen schieben und bei 190 °C 15 – 20 Minuten backen.

Amarenakirschen

ergibt 3 Gläser à 180 ml

Zutaten

  • 400 gr Zucker oder Xylit
  • 1 Glas Schattenmorellen (ca. 700 ml)
  • 40 ml Amaretto

Zubereitung

Zubereitungszeit: 1 Minute
Kochzeit: 20 Minuten

  1. Die Kirschen in ein Sieb gießen und gut abtropfen lassen.
  2. Zucker und Kirschen mischen und in einem Topf erwärmen, bis der Zucker geschmolzen ist. 5 Minuten kochen lassen.
  3. Amaretto hinzugeben und weitere 15 Minuten köcheln lassen.
  4. Anschließend werden die Kirschen so heiß wie möglich in die vorbereiteten Gläser gefüllt. Die geschlossenen Gläser werden anschließend für ca. 1 Minute auf den Kopf gestellt.
  5. Die Kirschen halten sich ähnlich lange wie selbst gemachte Marmelade. Allerdings kristallisiert der Zucker mit der Zeit aus.

Das Rezept für die Amarenakirschen ist nicht von mir. Ich habe es auf kochbar gefunden.

Spliff hat recht: „Amaretto ist ein geiles Zeug“! Vor allem, weil ich dabei so schön in Erinnerungen schwelgen konnte.
Woran denkt ihr, wenn ihr „Carbonara“ von Spliff hört? Erzählt mir davon!

Ein Wochenende voller Erinnerungen wünscht
Eure
Frau Inga

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Amaretto-Muffins auf einem Glasteller


Hinter den Kulissen

An diesem Rezept habe relativ lange getüftelt, bis die Amaretto-Muffins den Geschmack hatten, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Alles in allem habe ich diese Muffins wohl sieben Mal gebacken. Verteilt über einen Zeitraum von ungefähr drei Monaten.
Anfangs war kein Marzipan dabei. Auch Amaretto habe ich deutlich weniger genommen. Dafür war aber mehr Xylit im Teig.
Insgesamt habe ich fast zwei Flaschen Amaretto verbraucht.
Das bedeutet aber auch, dass ich beinahe ständig die Muffins gegessen habe. Weil Lebensmittel eben nicht weggeschmissen werden.
Ob ich Amaretto-Muffins jetzt noch sehen kann. Klar! Ich finde ich den Geschmack ausgewogen und das Mundgefühl angenehm. So etwas esse ich eigentlich immer gern.
Weil die zweite Flasche Amaretto jetzt leer ist, werde ich die Muffins beim nächsten Mal alkoholfrei backen und Mandelsirup nehmen. Ein Update davon werde ich dann hier ergänzen.

Von den Muffins habe ich 36 Fotos gemacht, von denen ihr hier 3 Stück sehen könnt.

*) Wer den Ohrwurm von Spliff nicht kennt, kann ihn auf Youtube hören und sehen. (Der Link öffnet sich in einem Fenster.)

 

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