Ein Stück No-Bake-Käsekuchen liegt auf einem Teller. Im Hintergrund ist der aufgeschnittene Kuchen zu sehen.

No-Bake-Käsekuchen mit Heidelbeeren und Schokolade

Aus frischen Heidelbeeren und herber Schokolade wird ein leckerer Verführer. Das Rezept passt perfekt zur Singleküche.

Käsekuchen ohne backen ist etwas Neues in meiner Küche. Weil mir das so viel Spaß macht und ich den so gerne mag, folgt hier nun das zweite Rezept aus meinem Fundus. Diesmal ist es ein No-Bake-Käsekuchen mit Heidelbeeren und Schokolade.

Wenn ich etwas Neues lerne, das mich total begeistert, kann ich lange nicht davon lassen. Das geht mir auch in der Küche so. Ein neues Rezept koche oder backe ich so oft, bis ich davon genug habe.

Das war vor mehr als 20 Jahren so, als ich das erste Mal einen Käsekuchen gebacken habe. Damals wusste ich einfach nicht, wie ein solcher Kuchen gebacken wird. Als ich dann in der Tageszeitung ein einfaches Rezept dafür gefunden habe, war das der Beginn einer genussreichen Freundschaft.

Käsekuchen: Immer wieder gerne!

Mich begeistert Käsekuchen eben auch deshalb so sehr, weil das Grundrezept wunderbar mit anderen Zutaten variiert werden kann. Das Ergebnis ist immer Käsekuchen. Doch jedes Mal schmeckt er anders.

Als ich nun vor ein paar Wochen gelernt habe, wie ein Käsekuchen ohne backen gemacht wird, war ich wieder einmal total hin und weg. Mit meinen neu erworbenen Kenntnissen habe ich einen überaus leckeren Himbeer-Käsekuchen mit weißer Schokolade gebacken. Obwohl backen hier ja das falsche Wort ist. Der wird ja nur in Kühlschrank gestellt.

Vielleicht ist es passender, von “einen Käsekuchen kochen” zu sprechen. Denn zwei Töpfe brauche ich mindestens für einen No-Bake-Cheesecake. Für den Boden muss Butter oder Schokolade geschmolzen werden. Für die Füllung wird auch die Quarkcreme gekocht, bevor sie vom Kühlschrank ihre verführerisch cremige Substanz bekommt.

Auf einem Sahnehaufen liegt ein bizarre Schokoladenwelle. Da drinnen leuchtet eine blaue Heidelbeere.

Im Vergleich mit einem gebackenen Käsekuchen finde ich das deutlich aufwendiger. Sei’s drum, das Ergebnis ist diesen Aufwand allemal wert.

Nun habe ich also wieder einen Käsekuchen gekocht. Diesmal mit Zartbitter-Schokolade und Heidelbeeren. Hmmm … der ist ja wieder sooooo lecker geworden. Und dank der extravaganten Schokogarnitur auch ein echter Hingucker.

So, genug geredet. Jetzt kommt das Rezept für meinen

No-Bake-Käsekuchen mit Heidelbeeren und Schokolade

Menge 6 Stück
Küche Deutsch
Besonderes Singleküche
Zubereitung 40 Min.
Kühlzeit 2 Stdn.
Gesamtzeit 2 Stdn. 40 Min.

Zutaten

ergibt 1 Kuchen ø 15 cm

– für den Boden

  • 70 g Cantuccini (ca. 7 Stück)*
  • 50 Zartbitter-Kuvertüre
  • 30 g Butter

*) Schaue dir dazu meine Tipps an

– für den Belag

  • 100 g Frischkäse
  • 100 g Quark
  • 1 EL Xylit oder Zucker
  • 3 TL Rote Bete-Pulver
  • 1 gestrichener TL Agar-Agar
  • 70 ml kaltes Wasser

– für den Guss

  • 150 g frische Heidelbeeren
  • Xylit oder Zucker nach Geschmack
  • 1/2 gestrichener TL Agar-Agar

– für die Garnierung

  • 100 ml Schlagsahne
  • 50 g Frischkäse
  • Xylit oder Zucker nach Geschmack
  • Zartbitter-Kuvertüre
Auf einem braunen Keramikteller liegt ein Stück Käsekuchen mit Heidelbeeren.

Zubereitung

Zubereitungszeit: 40 Minuten
Kühlzeit: 120 Minuten

– Boden

  1. Cantuccini zerbröseln.
  2. Kuvertüre und Butter im Wasserbad schmelzen.
  3. Cantuccini mit Kuvertüre verrühren und in eine Springform füllen. Mit einem Löffel festdrücken. Eine halbe Stunde kaltstellen.

– Belag

  1. Alle Zutaten mit einem Schneebesen zu einer glatten Creme verrühren.
  2. In einem Topf aufkochen. Wenn die Creme zu blubbern beginnt, ca. 1 Minute lang unter rühren kochen. Die Creme wird durch die Hitze flüssig.
  3. Die Creme anschließend auf den Boden gießen und glatt streichen.
  4. Mindestens eine Stunde kaltstellen.

– Guss

  1. Heidelberen pürieren.
  2. Agar-Agar und Zucker nach Geschmack dazugeben und sehr gut verrühren.
  3. Heidelbeeeren ca. 1 Minute lang unter rühren kochen.

– Garnitur

  1. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen.
  2. Die geschmolzene Kuvertüre mit einem breiten Pinsel diagonal auf Backpapier ausstreichen.
  3. Backpapier locker aufrollen und in ein Glas stellen. So bekommt die Schokolade ihren Bogen.
  4. Im Kühlschrank aushärten lassen.
  5. Schlagsahne mit Frischkäse steif mit Xylit oder Zucker schlagen. Ich habe auf Xylit verzichtet, weil die Sahnecreme dadurch leicht säuerlich schmeckt. Dadurch entsteht ein erfrischender Kontrast zu den Blaubeeren.
  6. In eine Spritztüte füllen und mit einer Tülle deiner Wahl den Kuchen garnieren.
  7. Schokobogen vorsichtig vom Backpapier lösen und auf die Sahnecreme legen.

Mein Tipp

Ich habe die Schokowelle gleich zu Beginn gemacht. Dafür habe ich die Kuvertüre ohne Butter geschmolzen und davon etwas auf Backpapier ausgestrichen. Erst dann habe ich die Butter dazugegeben. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch einen weiteren Arbeitsgang.

Auf einem dreigeteilten Foto werden verschiedene Ansichten von einem No-Bake-Käsekuchen mit Heidelbeeren und Schokolade gezeigt.

Dein No-Bake-Käsekuchen ist gelungen. Und nun?

Viel Spaß beim “Nachkochen” wünscht,
Frau Inga

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Hinter den Kulissen

Auch diesen No-Bake-Käsekuchen habe ich gleich mehrmals nacheinander gemacht, bevor ich das Rezept dafür hier veröffentliche. Das erste Mal habe ich ihn einfach zum Aufessen gemacht. Der Zweite sollte für die Fotos sein. Das hat allerdings nicht geklappt, weil mein Jieper so groß war, dass ich ihn doch lieber gleich verschmaust habe.

Beim dritten Mal konnte ich diesen Heidelbeer-Käsekuchen so lange schonen, bis die Fotos fertig waren.

Aber ich gebe gerne zu, dass mich der Abwasch bei jedem Mal sehr genervt hat. Immerhin brauche ich dafür drei Töpfe, Schneebesen, Mixbecher, Quirle, Backpinsel und diverse Tee- und Esslöffel. Deshalb bin ich mir sicher, dass diesen Kuchen beim nächsten Mal ohne Schokowelle und Sahnecreme machen werde. Das erspart zumindest die Quirle und den Pinsel.

Ohne das Sahne-Topping fehlt der erfrischende, leicht säuerliche Geschmack. Doch dafür verzichte ich beim Guss auf Xylit. Und damit habe ich wieder eine leicht säuerliche Note, die ich besonders an heißen Tagen sehr erfrischend finde.

Beim Knipsen der Fotos hat mir die Schokowelle den größten Spaß bereitet. Die ist so schön bizarr geworden, dass sie allein bereits ein wunderbares Fotomotiv ausmacht. Nichtsdestotrotz musste ich auswählen. In diesem Rezept findest du deshalb Fotos von dem ganzen, bzw. aufgeschnitten Käsekuchen. Auf Instagram bekommt die Schokowelle ihre Bühne.

Quellen

  • eigenes Rezept
  • eigenes Wissen
  • eigene Erfahrungen

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