Auf einem blauen Tuch steht ein Glas Rote Bete-Aufstrich. Im Hintergrund Knoblauch und Rote Bete.

Rote Bete-Aufstrich, pikant und vegan

Lecker auf Brot, als Beilage zu Bratlingen oder als Topping für Hüttenkäse-Puffer.
Veganes Rezept!

Der Herbst beschenkt uns wieder reichlich mit heimischem Knollengemüse, wie z. B. Pastinaken, Sellerie und Rote Bete. Vor allem die Rote Bete hat es mir angetan. Dieser Rotton ist einfach unvergleichlich. Dem kann ich nicht widerstehen. Deshalb habe ich in meiner Kreativküche daraus einen pikanten, veganen Rote Bete-Aufstrich gemacht, der auch als Beilage perfekt ist.

Auf einem blauen Tuch steht ein Glas Rote Bete-Aufstrich. Im Hintergrund Knoblauch und Rote Bete.

Die Rote Rübe ist wirklich eine tolle Knolle. Sie schmeckt erdig und süß und ist vielseitig einsetzbar: in der Suppe, als Gemüse, Vorspeise, Quiche, Dip und Brotaufstrich. Im Handel ist schon seit Jahren Rote Bete-Aufstrich erhältlich und manchmal kaufe ich diesen auch, aber geschmacklich fehlt mir immer etwas. Grund genug, selber einen Rote Bete-Aufstrich zu kreieren.

Viel Arbeit macht das nicht, weil ich die Rote Beete im Dampfgarer dünste, bis sie weich ist. Während die rote Rübe langsam gar wird, kann ich etwas anderes machen: abwaschen, staubsaugen, häkeln, Tee trinken … Irgendetwas ist ja immer.

Doch bevor die rote Knolle ins Dampfbad kommt, schäle ich sie. Klar werden die Hände dabei rot. Mir macht es nichts aus, weil ich gerne sehe, was ich getan habe. Nach einigen Handwäschen verblasst die Farbe sowieso. Weshalb darüber aufregen?

Trotzdem verstehe ich natürlich, dass nicht alle gefärbte Hände mögen. Diesen Menschen empfehle ich, beim Schälen Handschuhe zu tragen oder die Hände nach dem Schälen mit Zitrone abzureiben.

Den Bambusgarer lege ich mit einem Leinentuch aus, damit die Gemüsestücke nicht durch das Gitter rutschen. Und, zugegeben, auch damit das Bambusgitter nicht rot wird. Das Tuch kommt danach in die Wäsche. Dort geht die Verfärbung wieder raus.

Ein Stück Brot mit Rote Bete-Aufstrich. Im Hintergrund ein Glas mit Rote Beete-Aufstrich.

Das Besondere an der Rote Bete

Der Rotton ist definitiv das, was die Rote Bete so besonders macht. In meiner Kreativküche verwende ich das Pulver der Roten Bete gerne, um Speisen zu färben. Bei den Fliegenpilz-Muffins und dem Kirschkäsekuchen habe ich es verwendet, weil die Farbe des Kirschsafts nicht kräftig genug war.

Wie so oft, folge ich gerne dem Ratschlag der Heiligen Hildegard:

Die Rübe ist mehr warm als kalt, und sie liegt schwer im Magen des Menschen, aber dennoch kann sie leicht verdaut werden. Und wer sie roh essen will, der schäle die ganze äußere Rinde, die dick ist, weil ihr Grün dem Menschen schadet. Und wenn die Rinde entfernt ist, esse er das, was innen ist. Aber gekocht ist sie besser als roh, und sie bereitet keine üblen Säfte.

Hildegard von Bingen

Auch wenn im Text nur von der Rübe gesprochen wird, so ist doch die Rote Bete oder Randen gemeint.

Zu allererst enthält die Rote Bete jede Menge Vitamin C. Damit ist sie genau das richtige Gemüse, um dem ersten Anflug einer Erkältung die Stirn zu bieten. Denn Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte.

Darüber hinaus enthält die Rote Rübe beinahe alle B-Vitamine, einzig Vitamin B12 fehlt in der Liste. Darüber hinaus sind alle wichtigen Mineralstoffe mit einem guten Anteil in dieser tollen Knolle vertreten.

Allein die Rote Bete, die in diesem Brotaufstrich enthalten ist, deckt bereits einen Teil des Tagesbedarfs – vorausgesetzt, die ganze Menge wird an einem Tag aufgegessen. Als Beilage gegessen ist das durchaus möglich. Im Einzelnen sieht das folgendermaßen aus:

  • Kalium ca. 17 %
  • Eisen, Magnesium ca. 14 %
  • Kupfer, Phosphor ca. 13 %
  • Chlorid, Kalium, Mangan, Natrium, Zink ca. 8 %
  • Kalzium ca. 6 %

Der Anteil an pflanzlichem Eiweiß beträgt dabei immerhin fast 30 g. Das ist für Veganer sicher nicht uninteressant.

Den süßen Geschmack verdankt die Rote Beete einem hohen Anteil an Saccharose. Hier sind es immerhin 15 g. Zum Vergleich enthält die Pastinake bei gleicher Menge nur ein Drittel.

Für Menschen, die unter Nierensteinen oder Morbus Crohn leiden, ist Vorsicht geboten. Denn die Rote Bete enthält Oxalsäure. Bei diesen Menschen darf die Rot Knolle gerne hin und wieder auf dem Speiseplan stehen, aber nicht täglich.

Ein Stück Brot mit Rote Bete-Aufstrich.

Rote Bete-Aufstrich selber machen

Zutaten

  • 200 g Rote Bete (eine mittelgroße Knolle)
  • 2 TL Ajowansamen
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 1/2 TL Galgant
  • Kräutersalz
  • Sezuanpfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung

Zubereitungszeit: 10 Minuten
Garzeit: 20 Minuten

  1. Rote Bete, Zwiebel und Knoblauch schälen. Rote Bete in Scheiben schneiden, Zwiebel vierteln.
  2. Das geschnittene Gemüse in einen Bambusgarer* legen und ca. 20 Minuten im Dampf weich kochen lassen.
  3. Ajowan im Mörser zerstoßen und mit den anderen Gewürzen mischen
  4. Rote Bete, Zwiebeln und Knoblauch mit einem Kartoffelstampfer oder Pürierstab zu Mus verarbeiten.
  5. Mit den Gewürzen mischen und erkalten lassen.

Ist das Mus nicht fest genug, kann es mit Kartoffelstärke gebunden werden. Dafür werden 1-2 TL mit etwas kaltem Wasser angerührt und unter das Mus gerührt. Ein erneutes Aufkochen ist nicht notwendig, wenn das Mus noch heiß ist. Das Mus sollte dann unbedingt bei Zimmertemperatur abkühlen.

Der Rote Beete-Aufstrich schmeckt als Beilage zu Bratlingen und selbstverständlich auch als Brotaufstrich. Als Topping für Hüttenkäse-Puffer, wenn diese als Vorspeise serviert werden, ist das ein toller Farbtupfer!

Ich wünsche euch einen tollen Herbst und guten Appetit!
Frau Inga

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Hinter den Kulissen

Dieses Rezept war eine spontane Inspiration. Dennoch habe ich mehrere Versuche benötigt, um diesen Geschmack so hinzubekommen. Andernfalls würde es dieses Rezept nicht geben. Denn ich veröffentliche nur Rezepte, von denen ich 100%ig überzeugt bin. Ich hoffe, dass es auch euch gefällt.

Für den Text habe ich einiges recherchiert. Obwohl ich Ernährungsberaterin bin, habe ich nicht von jeder Zutat die Inhaltsstoffe parat. Ist klar, oder? Für das Schreiben des Textes und die Recherche habe ich einen halben Tag investiert.

Die Fotos haben ebenfalls einen Tag in Anspruch genommen. Die anschließende Bildbearbeitung und das Auswählen haben noch einmal zwei Stunden gedauert.

Selbst so ein kleines Rezept ist schon enorm aufwendig. Das alles will auch finanziert werden. Da es keinen Sponsor gibt, freue ich mich über eine kleine Unterstützung, in dem ihr z. B. etwas Geld über PayPal spendet – ein Kochbuch würde viel mehr kosten … Herzlichen Dank!

Quellen

  • eigenes Rezept
  • eigenes Wissen
  • diverse Bücher

*Affiliate

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Rote Bete-Aufstrich - lecker auf Brot und als Beilage

Rote Bete-Aufstrich schmeckt lecker auf Brot oder als Beilage zu Bratlingen. In diesem Rezept erkläre wie dieser pikante, vegane Brotaufstrich gemacht wird.

Typ: Brotaufstrich

Küche: Deutsch

Keywords: Rote Beete, Rote Bete, Brotaufstrich, Aufstrich, veganer Aufstrich

Rezeptausbeute: 1

Kalorien: 435

Vorbereitungszeit: PT0H10M

Kochzeit: PT0H20M

Gesamtzeit: PT0H30M

Rezept-Zutaten:

  • 200 g Rote Bete (eine mittelgroße Knolle)
  • 2 TL Ajowansamen
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 1/2 TL Galgant
  • Kräutersalz
  • Sezuanpfeffer
  • Olivenöl

Rezeptanweisungen:

Vorbereitung:

  • Rote Bete, Zwiebel und Knoblauch schälen. Rote Bete in Scheiben schneiden, Zwiebel vierteln.
  • Das geschnittene Gemüse in einen Bambusgarer legen und ca. 20 Minuten im Dampf weich kochen lassen.
  • Ajowan im Mörser zerstoßen und mit den anderen Gewürzen mischen.

Rote Bete-Aufstrich mixen:

  • Rote Bete, Zwiebeln und Knoblauch mit einem Kartoffelstampfer oder Pürierstab zu Mus verarbeiten.
  • Mit den Gewürzen mischen, in Gläser füllen und erkalten lassen.
Bewertung des Redakteurs:
8

4 Kommentare

  1. Hallo, Frau Inga,

    vielen Dank für das schöne Rezept, welches ich mir im Rahmen von „Koch mein Rezept“ entliehen habe. Ich liebe Rote Bete in jeder Form (außer aus dem Glas) und habe deshalb spontan diesen Aufstrich nachmachen müssen.

    Liebe Grüße, Sus

    • Liebe Sus,

      toll, dass du dch für dieses Rezept entschieden hast. Ich bin sehr gespannt darauf zu sehen, wie es bei dir aussieht.

      Schönes Wochenende!

      Herzlichst,
      Frau Inga

  2. Danke für das Rezept! Ich finde die Rote Bete ja geschmacklich auch sehr lecker und verarbeite sie sehr gerne. Ich bin vor kurzem auf das Rote Bete-Pulver von „Vitamin…“ [Firmenname von der redaktion gekürzt und Link gelöscht.] gestoßen und verwende es sehr gerne in der Früh wenn ich etwas weniger Zeit habe, z.B. für Smoothies.
    Alles Liebe,
    Birgit

    • Liebe Birgit,

      vielen Dank für dein Lob und den Einkaufstipp.
      Bitte habe Verständnis dafür, dass ich in den Kommentaren nur in Absprache Werbelinks zulasse. Links zu Unternehmen, die kein korrektes Impressum aufweisen und in Übersee ansässig sind, kann und will ich hier nicht dulden. In meinen Rezepten geht es um Regionalität, Saisonalität und Nachhaltigkeit. In einer Zeit, in der unsere Zukunft von Klimawandel und Pandemien bedroht ist, ist mir das ein besonderes Anliegen.

      Herzlichst,
      Frau Inga

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