Emmas Glück von Claudia Schreiber

Emmas Glueck von Claudia Schreiber, BuchcoverBuchbesprechung

Emma ist eigenwillig. Sehr eigenwillig sogar. Sie lebt und arbeitet schon ihr ganzes Leben lang auf ihrem Bauernhof. So wie vorher ihr Großvater und ihr Vater, von dem sie den Hof übernommen hat. Was anderes gibt es einfach nicht.
Dort findet sie sich prima zurecht. Sei trägt Kittelschürzen, wie schon ihre Mutter und ihre Großmutter. Sie redet mit den Schweinen, bevor sie sie schlachtet, zieht ihr Gemüse, hält Hühner, fährt Trecker. Alles andere bringt der fahrende Händler.
Braucht sie noch mehr? Ja, Geld. Ihr Hof ist überschuldet und soll zwangsversteigert werden. Und vielleicht, wenn sie darüber nachdenkt, einen Mann. Zumindest um mal auszuprobieren, wie das so ist.

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Schmitz‘ Katze von Ralf Schmitz

Schmitz Katze von Ralf Schmitz, BuchcoverBuchbesprechung

Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal

Ist Schmitz Katze nun ein Sachbuch, eine Biografie oder einfach nur komisch? Es ist schwer, das genau zu beurteilen. Eindeutig enthält es Details aus dem Leben von Ralf Schmitz, der dieses mit seiner legendär alten Katze teilt. Alle NochnichtKatzenBesitzer und alle SchonKatzenLiebhaber erfahren hier echte Tatsachen über diese putzigen Pelztiere und deren Eigenschaften. Wer aber so gar nicht über Ralf Schmitz lachen kann, der wird dieses Werk auch nicht komisch finden. Alle anderen krümeln sich sicher vor Lachen. Ralf Schmitz schreibt, wie er spricht. So kann man sich beim Lesen seine Mimik, Sprechweise und Betonung gut vorstellen und einfach nur schmunzeln, grinsen und lachen – von Herzen befreit lachen.

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Nikolski von Nicolas Dickner

Nikolsky von Nicolas Dickner, BuchcoverBuchbesprechung

Nikolski? Klingt russisch. Na, dann mal auf zu Mütterchen Russland. So’n Quatsch! Schon auf den ersten Seiten werde ich darüber aufgeklärt, dass eine magnetische Anomalie (eines Kinderkompasses für fünf Dollar, übrigens) Ursache dafür ist, dass die Insel Nikolski Platzhalter für den Nordpol ist. Und der namenlose Besitzer dieses wundersamen Kompasses malt sich nun in seiner Fantasie aus, dass sein unbekannter Vater auf dieser Insel leben würde. Soweit, so gut. Aber was haben Noah, ein anderer junger Mann im selber Alter des Kompassbesitzer und Joyce, ebenfalls im gleichen Alter, mit Nikolski zu tun? Gar nichts! Alle drei leben in derselben kanadischen Stadt, begegnen sich nur einmal, ohne von dem zu wissen, was sie verbindet und gehen irgendwann wieder ihrer Wege.

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