Tödliche Oliven von Tom Hillenbrand

Tödliche Oliven von Tom HillenbrandBuchbesprechung

Schon der Titel „Tödliche Oliven“ lässt vermuten, dass eine Einkaufstour nach Italien wohl kein gutes Ende nehmen wird. Und wie gewohnt hat Autor Tom Hillenbrand mich auch diesmal nicht enttäuscht. Ich habe einiges über Olivenöl gelernt, und zwar in einem überaus spannenden Kontext. Denn auch bei diesem Krimi muss sich der Koch Xavier Kieffer wieder einmal als Ermittler betätigen – wie immer nicht ganz freiwillig. Und wie zuvor ahnt er auch diesmal nicht, mit wem er es zu tun bekommen würde.

Doch von Anfang an: Gemeinsam mit seinem Freund Allessandro plant Xavier Kieffer nach Italien zu fahren, wo sein Freund eine Ölmühle besitzt. Das machen die beiden Freunde, die sich seit der Schulzeit kennen, einmal im Jahr. Neben den vielen Erinnerungen sind sie auch beruflich miteinander verbunden. Alessandro handelt mit Olivenöl und Wein, mit dem er das Restaurant des Kochs regelmäßig beliefert.

Gemeinsam legen sie die Route fest und natürlich auch, in welchen Restaurants, sie unbedingt speisen wollen. Am verabredeten Abreisetag jedoch ist der Weinhändler bereits unterwegs. Dessen Ehefrau Maria allerdings macht sich große Sorgen, dass ihrem Mann etwas zugestoßen sein könnte. Und so macht sich Xavier Kieffer allein auf den Weg in die Toskana – und damit wird „Tödliche Oliven“ zu seinem vierten Abenteuer.

Rette sich, wer kann

Angekommen bei der Ölmühle bemerkt Xavier Kieffer seltsame Dinge: Der Computer ist zerstört und unbekannte Männer verschaffen sich Zutritt zum Lager der Ölmühle. Ihm schwant, dass mit diesen Männern nicht zu spaßen ist. Auf der Suche nach einem Versteck steigt er kurzerhand in einen vollen Öltank.

In Gedanken ganz bei ihm, kann ich mir lebhaft vorstellen, wie der Koch vergeblich versucht, sich an einer Stiege festzuhalten. Immer wieder glitscht er ab, taucht unter, um nach Luft schnappend schnell wieder an die ölige Oberfläche zu kommen. Das mag minutenlang so gehen. Denn plötzlich ist der Tank leer. Gerettet wird er schließlich von einem Unsichtbaren. Puh, es schüttelt mich noch immer, wenn ich an all das Olivenöl nur denke …

Zurückgekehrt in Luxemburg wird die Polizei eingeschaltet, um den verschollenen Weinhändler aufzuspüren. Xavier Kieffer hingegen lässt der Gedanke an die Männer, die nachts Öl abtransportierten keine Ruhe. Wieder einmal sind es sein Freund Pekka und seine Freundin Valerie Gabin, die ihm hilfreiche Kontakte vermitteln.

Tödliche Oliven als Zutat für Extra virgine

Und wieder fährt er nach Italien. Dieses Mal, um einen Olivenölexperten zu treffen. Dieser bestätigt Kieffers Verdacht, dass sein Freund mit minderwertigem Olivenöl Geschäfte gemacht hat. Und damit werden Zusammenhänge deutlich, die besser im Verborgenen geblieben wären. Sich der Gefahr bewusst, forscht er weiter. Schließlich geht es um das Leben seines Freundes. Und dann wird es richtig brenzlig. Wieder einmal gerät er zwischen die Räder. Wie schon in „Teufelsfrucht“ entdeckt er auch diesmal wieder eine Verbindung zu dem Schweizer Lebensmittelkonzern Hüetli.

Dank eines Schutzengels übersteht Xavier Kieffer auch dieses Abenteuer. Und das ist auch gut so. Denn der Krimiwelt würde der gemütliche Koch sicher fehlen. Ihm aber zu raten, sich zukünftig nur in seinem Restaurant zu betätigen, und die Wochenenden mit seiner Freundin zu verbringen, wären wohl „Gefährliche Empfehlungen“.

Ein spannendes Lesevergnügen wünscht
Eure
Frau Inga

P.s.: Ich versichere, dass ich diese Buchbesprechung aus eigener Motivation geschrieben habe. Ich habe das Buch bei Tauschticket [Affiliate] getauscht.

Tom Hillenbrand: Tödliche Oliven

Ein kulinarischer Krimi – Xavier Kieffer ermittelt

Roman, KiWi, 2013, 320 Seiten, ISBN: 978-3-462-30707-8

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